Sie klären auf, berühren und inspirieren: Dokus über Nachhaltigkeit. Hier stellen wir 13 Filme vor, die unterschiedliche Blickwinkel beleuchten, neue Perspektiven eröffnen und definitiv auf deine Must-See-Liste gehören. Spoiler: Viele davon schüren auch Hoffnung.
Inhaltsverzeichnis
Plastic Planet
Die Doku ist schon etwas älter – ihr Thema leider weiterhin aktuell. In „Plastic Planet“ nimmt dich der Regisseur Werner Boote mit auf eine erschreckende Reise.
Folge ihm, wenn du wissen willst,
- wie Kunststoff entsteht,
- was er mit deinem Körper macht und
- wie krass er die Umwelt belastet.
Einmal gesehen, lassen sich die Bilder kaum unvergessen machen – danach packt dich wahrscheinlich die Lust, deinen Alltag vom Plastik zu entrümpeln.
Kostenlos verfügbar bei der Bundeszentrale für politische Bildung (https://www.bpb.de/mediathek/187448/plastic-planet). Absolut sehenswert, auch wenn die Doku ihr Alter nicht verbergen kann und optisch hinter modernen Filmen zurückbleibt.
Cowspiracy
Unterhaltsam, inspirierend und spannend wie ein Spielfilm – das alles ist Cowspiracy: eine Doku, die offenlegt, wie sich Massentierhaltung und Ressourcenverschwendung auf unser Klima auswirken.
Wer mit den Augen rollen und „Alles schon tausend Mal gehört!“ rufen will, sollte dem Film trotzdem eine Chance geben. Denn: Dem Filmemacher Kip Andersen gelingt es, unfassbare Ergebnisse zu offenbaren – und Machthabene mit ihnen zu konfrontieren.
Zu sehen gibt es Cowspiracy unter anderem bei Netflix und Amazon Prime.
Tomorrow
Bei Umweltdokus zieht sich dein Magen vor Entsetzen zusammen? Dann solltest du Tomorrow schauen! Statt Probleme von verschiedenen Seiten zu beleuchten, stehen hier kreative und mutmachende Lösungen aus aller Welt im Mittelpunkt.
120 Minuten lang begleitest du die Schauspielerin Mélanie Laurent und den französischen Aktivisten Cyril Dion durch zehn Länder und lauschst spannenden Interviews mit Experten. Mach dich bereit, Projekte und Initiativen zur Weltverbesserung kennenzulernen – Inspiration pur!
Erhältlich auf Amazon, iTunes, Google Play, MagentaTV und Maxdome.
Minimalism
Unser Konsum bläst rund 40 Prozent der gesamten Emissionen in die Atmosphäre. Darüber hinaus kostet er uns viel Zeit – schließlich müssen wir das nötige Geld zunächst heranschaffen.
Minimalism stellt zwei Menschen vor, die sich gegen den Materialismus entschieden haben und mit weniger Dingen mehr Zufriedenheit empfinden – im Fokus stehen spannende Fragen wie „Was macht uns wirklich glücklich?“.
Anschauen kannst du dir Minimalism zum Beispiel auf Netflix.
Die grüne Lüge
Gibt es „nachhaltiges Palmöl“ überhaupt? Können wir mit unseren Kaufentscheidungen wirklich etwas verändern – oder versuchen Unternehmen bloß, ihre Verantwortung den Konsumierenden aufzudrücken? Solchen und ähnlichen Fragen geht dieser Film nach.
Verfügbar auf Amazon Prime, im SkyStore, bei iTunes Google Play, maxdome, MagnetaTV und bei vielen weiteren Anbietern.
The Game Changers
Mit pflanzlicher Ernährung als Profisportler durchstarten – wie gut das klappen kann, zeigt diese Doku. „The Game Changers“ begleitet einen UFC-Kämpfer bei Interviews mit Wissenschaftlern und Spitzenathleten wie Arnold Schwarzenegger, Lewis Hamilton oder Patrik Baboumian auf der Suche nach dem optimalen Speiseplan für Höchstleistungen und Gesundheit.
Ein Film, der viral gegangen und auch Kritik geerntet hat (wie eine Ernährungsberaterin diese bewertet, erfährst du hier: https://www.deutschlandistvegan.de/the-game-changers/), aber trotzdem definitiv sehenswert ist!
Verfügbar auf Netflix und im iTunes-Store.
Before the Flood
In Leonardo Dicaprio steckt ein begnadeter Schauspieler – und ein engagierter Aktivist. Für „Before the Flood“ reiste er zwei Jahre lang um die Welt, stets auf der Suche nach Lösungen für den Klimawandel.
Im Gespräch mit Wissenschaftlern, Politikern, Unternehmern und anderen Persönlichkeiten offenbart diese Doku interessante Ansätze und eine Menge Inspiration.
Erhältlich auf sämtlichen Portalen wie SkyGo, Disney+, iTunes, GooglePlay oder MagentaTV.
My Octopus Teacher
Alles beginnt mit einem erfolgreichen Tierfilmer, der nach seinem Burnout neue Lebenswege sucht – und dabei in einem Algenwald vor der Küste Südafrikas einem Oktopus begegnet.
Zwischen den beiden entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft und schon bald lädt der Unterwasserbewohner ihn ein, seine geheimnisvolle Welt zu entdecken. Ein rührender Film mit wunderschönen Bildern.
Verfügbar auf Netflix.
No impact man
Wer nachhaltig leben will, muss auf alles verzichten – und bestenfalls als verbitterter Einsiedler in den Wald ziehen. Oder? In „No Impact man“ zeigt der Journalist Colin Beavan, wie ein ökologischer Alltag das Leben erfüllen und bereichern kann.
Ein Jahr lang versuchen er und seine Familie, ihre Umweltbilanz auf Null zu senken: Sie verzichten auf Strom, fahren nur mit dem Rad und leben biologisch. Klingt ganz schön radikal, kommt aber mit einer ordentlichen Portion Humor daher.
Unter anderem im iTunes Store erhältlich.
Food Inc.
Das Angebot im Supermarkt erscheint grenzenlos – doch wenn du die Produkte genauer betrachtest, merkst du schnell: Hinter all den Marken steckt eine Handvoll Firmen.
Wie Konzerne über unseren Speiseplan bestimmen, welche Konsequenzen das hat und warum Verbraucher sich wehren sollten, zeigt „Food, Inc.“ Die Doku mag sich zwar auf die USA fokussieren, ist jedoch auch für Europäer interessant.
Verfügbar bei Maxdome oder Amazon.
Bottled Life – das Geschäft mit dem Wasser
Nestlé nimmt es mit der Umwelt und sozialen Dingen nicht so genau – das weißt du längst. Wie abgebrüht der Konzern wirklich ist, legt diese Doku offen.
„Bottled Life“ offenbart die erschreckenden Geheimnisse hinter dem meistverkauftesten Flaschenwasser der Welt – „Nestlé Pure Life“. Kleiner Spoiler: Das Unternehmen pumpt dort Wasser ab, wo es äußerst knapp ist.
Verfügbar auf Filmfriend, Alleskino und iTunes.
Weggeworfen – Die Auswirkungen des globalen Müllproblems
Kein Film für schwache Nerven: In „Weggeworfen“ deckt der Schauspieler Jeremy Irons die globalen Auswirkungen unseres Mülls auf – er nimmt dich mit auf eine Reise zu atemberaubenden Orten, an denen sich Abfälle türmen und die Umwelt belasten. Regt definitiv zum Nachdenken an, macht aber auch Hoffnung.
Unter anderem erhältlich auf PantaRay, Filmfriedn, Google Play und iTunes.
The True Cost
T-Shirts für 3 Euro, eine Hose für 15 Euro oder weniger – wie kann Kleidung so billig sein? Um Antworten auf diese Frage zu finden, begleitet „The True Cost“ den Weg unserer Klamotten vom ersten Garn bis zur Fertigstellung – und offenbart dabei erschreckende Bilder.
Eine eindrucksvolle investigative Reise, die sklavenähnliche Verhältnisse in den Produktionsländern aufdeckt und zu einem erschütternden Fazit kommt: Die Kosten für unsere Mode zahlen andere.
Ansehen kannst du dir den Film im iTunes-Store.
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